Am 8. August 2016 bekam Gabriele Dietz-Paulig einen Brief, es waren nur ein paar Sätze in Amtsdeutsch, doch nachdem sie das Schreiben gelesen hatte, besorgte sie sich einen Anwalt. Und einen Psychotherapeuten.

Der Brief kam aus Offenburg, Absender war das Amt für Soziales und Versorgung. Oben stand fett gedruckt: Sozialhilfe für Rosa Dietz, geboren am 1. März 1934.

Es war ein Name, den Gabriele Dietz-Paulig lange nicht gehört hatte. Der Name ihrer Mutter.

Darunter folgten diese Zeilen: "Wir teilen Ihnen mit, dass Ihre oben genannte Angehörige Leistungen nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs XII bezieht. Der Aufwand beträgt monatlich circa 1800 Euro. Die oben genannte Person hat dem Grunde nach gegen Sie einen Unterhaltsanspruch."

Mit anderen Worten: Rosa Dietz kann sich ihr Leben im Alter nicht selbst leisten, deswegen bekommt sie Hilfe vom Staat. Das Sozialamt im baden-württembergischen Ortenaukreis bezahlte ihr zunächst das Essen auf Rädern und die ambulante Pflege, inzwischen übernimmt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2018.
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