Berichte über die Arbeiten des Regisseurs Ulrich Rasche hören sich oft wie Kriegsberichte an. Die Zuschauer und Kritiker, die sie überstanden haben, fühlten sich "brutal erschöpft" und "geschunden", aufs Äußerste "zermürbt" und "platt gewalzt".

Da ist es konsequent, dass Rasche nun selbst einen Kriegsbericht auf die Bühne bringt. Bei den Salzburger Festspielen zeigt er vom kommenden Wochenende an das älteste erhaltene Drama der Theatergeschichte, "Die Perser" von Aischylos. Es erzählt vom Untergang des Perserkönigs Xerxes, der mit einem vermutlich 100.000 Mann starken Heer aus schierer Ruhmgier vor 2500 Jahren gegen die Griechen loszog und grausam unterging. "Für mich ist das ein politisches Statement", sagt der Regisseur. "Wir erzählen, wie die entfesselte Selbstbestimmung eines einzigen Mannes eine zuvor bestens funktionierende Gesellschaft ruiniert."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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