Es gibt wenig, woran sich die Deutschen so berauschen wie am Sparen. "Wir haben uns alle gemeinsam die schwarze Null vorgenommen", war so ziemlich das Erste, was Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im Frühjahr nach der Regierungsbildung von sich gab. Bereits sein Vorgänger Wolfgang Schäuble (CDU) hatte es zum Dogma erhoben, keine neuen Staatsschulden zu machen.

Deutsche Haushalte finden es schon lange richtig, weniger auszugeben, als sie einnehmen. Auch wenn sie mit der Haltung in Niedrigzinszeiten nicht reich werden, tragen sie den Titel Sparweltmeister doch mit einigem Stolz.

So weit, so normal. Seit einigen Jahren aber hat sich neben dem Staat und den privaten Haushalten auch die dritte für die Wirtschaftsleistung entscheidende Gruppe auf die Seite der Sparer geschlagen: die Unternehmen. Seit der Jahrtausendwende haben sie, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Jahr für Jahr mehr Geld eingenommen als investiert, 2017 summierte sich dieser Überschuss auf 74 Milliarden Euro.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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