Joe Kaeser war der erste Chef eines Dax-Konzerns, der sich ganz offen gegen Rechtspopulismus und die AfD aussprach. Noch vor den Ausschreitungen in Chemnitz hatte der Siemens-Chef getwittert: "Lieber 'Kopftuch-Mädel' als 'Bund Deutscher Mädel'". Gerichtet war das an die AfD-Spitzenfrau Alice Weidel. Der Rest der deutschen Konzernbosse hielt sich bisher zurück. Doch nach Chemnitz werden die Rufe nach Stimmen aus der Wirtschaft lauter. Mehr und mehr Spitzenmanager trauen sich nun, Position zu beziehen. Die Chefs der Dax-Konzerne E.on, Thyssenkrupp und Vonovia haben sich inzwischen gegen Fremdenfeindlichkeit ausgesprochen. Auf Anfrage des SPIEGEL ziehen weitere Spitzenmanager nach. 

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender Daimler

"Daimler ist ein globales und weltoffenes Unternehmen. Rassismus und Diskriminierung haben keinen Platz bei uns. Allein in Deutschland arbeiten in unseren Werken jeden Tag Menschen aus mehr als 140 verschiedenen Nationen erfolgreich zusammen. Toleranz ist ein elementares

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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