Chefredakteur di Lorenzo: Ausdruck gehobener Raffinesse
Christian O. Bruch / Laif
Chefredakteur di Lorenzo: Ausdruck gehobener Raffinesse

Ärger bei der Hamburger Wochenzeitung

Gute "Zeit", böse Zeiten

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Ein kritischer Text über Flüchtlingshelfer empört die Leser der "Zeit" – und offenbart einen schweren Konflikt in der Chefredaktion. Was ist da los? Von Jan Fleischhauer

Am Donnerstag vergangener Woche versammelte sich die Redaktion der "Zeit" im sechsten Stock des Redaktionsgebäudes am Hamburger Speersort zum Scherbengericht. Der Donnerstag ist der Tag, an dem die Wochenzeitung am Kiosk liegt, der ideale Termin also, um sich über das aktuelle Blatt zu beugen und die nächste Woche in Angriff zu nehmen. Die große Konferenz steht jedem offen, der für die "Zeit" arbeitet. Normalerweise nehmen außer den Ressortleitern etwa 30 bis 40 Redakteure teil. An diesem Tag war der Raum so gefüllt wie seit Jahren nicht mehr, trotz der Urlaubszeit.

Hinter der Redaktion lagen anstrengende, die Nerven zerrüttende Tage. Eine Woche zuvor war im Rahmen eines "Pro und Contra" ein Artikel erschienen, in dem die in Berlin ansässige Autorin Mariam Lau unter der Überschrift "Oder soll man es lassen?" Argumente genannt hatte, warum die private Seenotrettung im Mittelmeer aus ihrer Sicht die Flüchtlingskrise verschlimmere und nicht etwa verbessere. Die Empörungswelle, die sich daraufhin

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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