Man muss diesen Sport schon sehr lieben, um das hier zu ertragen. Zweite mexikanische Liga, Atlético Zacatepec gegen Dorados de Sinaloa, Maradonas neuen Verein. Es ist später Samstagnachmittag, 30 Grad im Schatten, 50. Spielminute, null Torchancen und die Gewissheit, dass auch Lateinamerika Rumpelfußball kennt.

Maradona sitzt auf der Trainerbank und hat einen guten Blick auf das Fiasko vor ihm. Er hat die Arme vor dem Bauch verschränkt. Sein Gesicht ist ausdruckslos. Es ist schwer zu sagen, was ihm gerade durch den Kopf gehen mag. Vielleicht zählt er die epische Zahl der Fehlpässe. Vielleicht wundert er sich, wie er hier gelandet ist. In Mexiko, in einem 35.000-Einwohner-Kaff namens Zacatepec, anderthalb Stunden südlich von Mexiko-Stadt.

Maradona beschließt, von der Trainerbank aufzustehen. Das geht nicht so schnell. Er hat schon länger Probleme mit den Knien, seinem unteren Rücken geht es auch nicht gut. An manchen Tagen watschelt er wie ein dicker Zirkusclown im Stützkorsett.

"Vamos, muchachos",

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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