Das Gerät, das die Stadt Essen ins Chaos stürzen könnte, ist so groß wie ein Marmeladenglas. Es ist ein rundes weißes Döschen aus Plastik und hängt an einem verrosteten Laternenmast neben einem Gehweg im Stadtteil Frohnhausen. Links des Gehwegs steht ein vierstöckiges Wohnhaus, Hausackerstraße 11. Rechts davon verläuft die A 40, auf vier Spuren donnern Lastwagen und Autos vorbei. Und eine Straßenbahn. Wer auf dem Gehweg unterwegs ist, versteht sein eigenes Wort nicht mehr.

In der kleinen Dose stecken Röhrchen, Passivsammler genannt, sie nehmen Schadstoffe aus der Luft auf, vor allem Stickstoffdioxid. Auf der Dose klebt ein Schild: "Luftmessung" steht darauf und: "BITTE NICHT ABDECKEN".

Einmal im Monat tauschen Mitarbeiter des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, kurz Lanuv, die Röhrchen der Messstation aus. Sie stecken neue Röhrchen in die Dose und bringen die alten ins Labor. Dort stellen Chemiker anhand der Proben fest, wie viel Stickstoffdioxid die Luft rund um die Hausackerstraße

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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