Christoph Bornschein muss nicht lange überlegen. "Drei minus." So bewertet er den Stand der Digitalisierung in Deutschland. "Mit diesem Schnitt macht man sein Abi", sagt er. "Aber man spielt nicht mehr in den 'Top sieben' der wichtigsten Industrienationen mit."

Dann denkt er doch noch einmal kurz nach. "Auf allen Indizes, die man sich angucken kann, sieht's einfach scheiße aus", sagt er schließlich. Eine Drei minus im Schnitt wäre deshalb vielleicht zu positiv, "weil man damit noch bestehen würde. Vielleicht ist es eher eine Vier minus".

Somit wäre Deutschland durchgefallen in der digitalen Reifeprüfung.

Ein hartes Urteil. Es kommt von einem Mann, der mit seinem roten Wuschelkopf aussieht wie ein Bruder des Popmusikers Ed Sheeran und führende Vertreter von Konzernen schon mal in Shorts empfängt. Die suchen seinen Rat, denn Bornschein, 35, Chef und Gründer der Berliner Digitalberatung TLGG (Torben, Lucie und die gelbe Gefahr) gilt als einer der digitalen Vordenker des Landes.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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