Das Treffen mit dem Diktator lag bereits einige Stunden zurück, aber Donald Trump wirkte immer noch wie frisch verliebt. "Es gab eine großartige Chemie zwischen uns", schwärmte er. Es gebe Leute, zu denen könne er überhaupt keine Beziehung aufbauen, aber bei Kim Jong Un verhalte sich das völlig anders. "Das funkte bei uns von Anfang an", sagte Trump.

Als sich der Herrscher aus Nordkorea und der US-Präsident vormittags zum ersten Mal die Hand reichten, auf der Insel Sentosa vor Singapur, lächelte Kim: "Nice to meet you, Mister President." Der nette Kim. Lustig, clever, äußerst talentiert, ein würdiger Verhandler – so beschreibt Trump einen Mann, der sein Volk unterdrückt und der Welt noch vor wenigen Monaten mit einer nuklearen Apokalypse drohte. Aber aus Trumps Sicht ist der Diktator ein effizienter, wenn auch etwas strenger Manager seines Landes.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!