Peter Altmaier lässt sich in seinen Sitz plumpsen, es ist Punkt vier am Donnerstagnachmittag. Der Pilot der Flugbereitschaft drängt zum Start, und der Bundeswirtschaftsminister ist froh, dass er möglichst schnell vom Pariser Geschäftsflughafen Le Bourget abheben kann.

Zwei Tage lang hat Altmaier in Frankreichs Hauptstadt versucht, doch noch zu verhindern, dass die USA Strafzölle gegen die EU verhängen. Seit wenigen Minuten weiß er nun offiziell: Es hat nichts genutzt.

Jetzt heißt es, Ruhe zu bewahren, zu signalisieren, dass man alles im Griff habe, um die Märkte nicht noch weiter zu verunsichern. In der Luft, irgendwo zwischen Frankreich und Deutschland, sagt Altmaier: "Seit Dienstagmittag war doch klar, was kommt."

Der CDU-Mann ist dennoch nach Paris geflogen, zur jährlichen Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die internationale Wirtschaftspolitik sei "in einer kritischen Lage", hat er dort gesagt, und er hat sich mit Wilbur Ross, dem Handelsminister

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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