An einem Freitagmorgen im Oktober, wenige Wochen bevor in New York der Prozess gegen Joaquín Guzmán Loera, besser bekannt als El Chapo, der Kurze, beginnt, jagt eine Frau einen Gangster über den Hof eines schäbigen 24-Stunden-Hotels in der kleinen kolumbianischen Stadt Girardot. Der Gangster ist ein Sicario, ein Auftragskiller. Die Frau sieht aus wie Lara Croft, sie ist die Chefin eines Drogenkartells. Sie rennt unter einem Mangobaum durch, dem Mann hinterher, der ihren Freund erschossen hat, beide Hände am Griff der Pistole, schießt, trifft ihn nicht, er springt auf ein Moped und rast davon. Sie hält die Waffe noch einen Moment lang mit gestreckten Armen vor ihrem Körper, die Stirn zusammengekniffen, dann steckt sie die Pistole hinter ihrem Rücken in die Hose. "Schnitt", ruft der Regisseur.

Kate del Castillo spielt an diesem schwülen Morgen in Girardot, drei Autostunden westlich von Bogotá, die Drogenkönigin Teresa Mendoza. Eine Assistentin wischt ihr den Schweiß aus dem Gesicht. Auf dem

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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