SPIEGEL: Dienstleister wie DHL bieten an, Urnen mit einer "bruchsicheren Spezialkartonage" zu verschicken. Ist das legal?

Lange: Es ist schon lange üblich und auch nicht explizit verboten. Nach dem Bestattungsgesetz von Mecklenburg-Vorpommern ist es aber zumindest fragwürdig. Darin steht, dass Leichen nur mit Fahrzeugen transportiert werden dürfen, die ausschließlich für Särge und Urnen verwendet werden. Andernfalls würde die Totenruhe gestört.

SPIEGEL: Wie läuft der Versand ab?

Lange: Die Pakete werden in der Regel als Urnen gekennzeichnet. Bei DHL zum Beispiel kommen sie nicht wie gewöhnlich in die Verteilzentren, wo sie lieblos über die Paketbänder rollen würden. Sie werden direkt an einen Kurier weitergegeben, der sie dann zum Beisetzungsort befördert. Bei DHL kostet das etwa 50 Euro. Aber nicht alle Bestatter geben die Pakete als Urnenlieferung auf und informieren die Angehörigen darüber, wie sie die Asche der Toten in andere Bundesländer und Länder überführen.

SPIEGEL: Warum nicht?

Lange:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2019.
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