Neulich erzählte Paul McCartney von einer seltsamen Begegnung vor rund fünfzig Jahren. Unter dem Einfluss psychedelischer Drogen habe er Gott gesehen, dieses "wunderbare, gewaltige Ding", sagte er der "Sunday Times": "Ich fühlte mich ganz klein."

Es darf nicht verwundern, dass diese Begegnung sein Leben "nicht auf den Kopf gestellt" hat. Schließlich war Paul McCartney selbst eine Art Gott, wenn auch eher ein Titan im altgriechischen Sinn des Wortes: Teil eines Göttergeschlechts. Zumindest in der Mythologie des Pop. Ein Beatle.

Wer, wenn nicht die Beatles, hat die Lunte an den Urknall des Pop gelegt? Wer, wenn nicht die Beatles, hat im Alleingang die daraus folgenden Musikstile erfunden – oder zumindest vordefiniert?

Was, wenn es diese Band nie gegeben hätte? Würden wir heute spüren, dass etwas fehlt? Einen Webfehler in der Matrix der westlichen Zivilisation? Hätte eine andere Gruppe all die Fundamente gelegt und darauf Paläste erbaut, in denen heute jeder Künstler zur Miete wohnt, der von

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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