Bei einem Einkaufsbummel schöpfte Patricia B. erstmals Verdacht. In der Hamburger Innenstadt bemerkte sie, dass ihr Sohn Felix jedes Mal die Straßenseite wechselte, wenn ihm ein Asiate entgegenkam. Zur Begründung erklärte er: "Ich bin in Japan als Staatsfeind registriert." Damals, im Juli 2015, hoffte die Mutter noch, der Sohn wolle sie veralbern.

Als Felix jedoch nur noch selten aus dem Haus ging, sich auf der Straße seine Baseballcap tief ins Gesicht zog und sich hinter einer riesigen Sonnenbrille versteckte, ahnte sie, dass etwas nicht stimmte. Zumal Felix sich ständig argwöhnisch umdrehte und hinter jeder Ecke eine Bedrohung vermutete: "Die sind hinter mir her, die wollen mich umbringen."

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!