Irgendwann hatte Sascha Flamm so viel Geld, dass er kaum mehr wusste, wohin damit. Wenige Monate zuvor hatte er noch von Schüler-Bafög und Kindergeld gelebt. Nun mietete er sich einen schwarzen Bentley mit mehr als 500 PS und raste über die Autobahn, hörte Songs vom Gangster-Rapper Haftbefehl. In den Garten baute er sich einen Whirlpool, Urlaub machte er in der Karibik, vier Wochen Punta Cana, fünf Sterne plus.

Das plötzliche Luxusleben möglich machte: das Darknet. Flamm war innerhalb weniger Monate zu einem der größten deutschen Händler auf der Silk Road geworden, dem ersten großen Untergrundmarktplatz im Netz, eine Art Ebay für Drogen. Verbotene Waren im Wert von mindestens 213 Millionen US-Dollar wurden weltweit über das Darknet-Portal verkauft, bis das FBI es im Oktober 2013 dichtmachte.

Flamm erwischte es schon drei Monate davor. An einem Sommermorgen pirschten sich Polizisten mit schwarzen Sturmhauben an seine Wohnung, zertrümmerten die Terrassentür und nahmen ihn fest.

Seit wenigen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2018.
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