Samer Tannous, 48, war Hochschuldozent in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Seit Dezember 2015 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im niedersächsischen Rotenburg (Wümme) und arbeitet dort als Französischlehrer. In seiner Kolumne für SPIEGEL+ schreibt er über seine Versuche, die Sitten seiner neuen deutschen Heimat zu verstehen. 

Deutschland ist ein Fahrradland. In Syrien gibt es diese Fahrradkultur nicht; Fahrräder sind dort eher Spielzeug für Kinder. Vor 40 Jahren, als ich klein war, hatten nur die Kinder reicher Eltern ein Fahrrad. In unserem Dorf waren das zwei oder drei. Die anderen Kinder wie ich improvisierten und spielten mit selbstkonstruierten fahrbaren Untersätzen. Sie hatten kleine, metallische Räder, mit denen wir nur auf dem Asphalt oder auf Fliesen fahren konnten, wozu sich entweder die Korridore unserer Schule anboten - oder die Straßen.

Gefährlich war das übrigens nicht. Damals, um das Jahr 1980 während des Syrien-Embargos, waren Autos in unserem Dorf ebenso

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