Er könnte durchaus lustig sein, wenn er nicht so gefährlich wäre. Der Film "Eingeimpft" erzählt eine absurd-komische Geschichte darüber, wie seltsam sich geschlechtsreife Großstädter verhalten, wenn sie Kinder kriegen. Ärgerlich nur, dass der Berliner Regisseur David Sieveking, der darin seine eigenen Familienkonflikte rund ums Impfen ausschlachtet, unter der komödienhaften Oberfläche Halbwahrheiten verbreitet und Ängste schürt.

Ausgangspunkt der Dokumentation ist ein Beziehungskrach: Sieveking selbst würde Tochter Zaria gern impfen lassen, seine Freundin Jessica de Rooij hingegen, eine sensible Filmmusikkomponistin, hat panische Angst vor den "Metallen" in manchen Impfstoffen (gemeint sind die in winziger Dosierung als Wirkverstärker eingesetzten Aluminiumsalze). Der Gedanke daran bereitet de Rooij schlaflose Nächte und lässt sie sogar in Tränen ausbrechen: "Ich will, dass das Kind metallfrei bleibt!", ruft sie verzweifelt und giftet ihren Lebensgefährten an: "Informier dich mal!"

Sieveking,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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