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Vorbild Elon Musk

Warum gibt es in Deutschland so wenige Einhörner?

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Wir brauchen Erfinder und keine Abstauber. Wir brauchen Zauberer und keine Erbsenzähler. Von Alexander Schimmelbusch

Immer wieder hört man Thesen darüber, warum es in Deutschland so wenige Einhörner gibt, so wenige "unicorns": bahnbrechende Unternehmensneugründungen, die von ihren Investoren bald mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Natürlich spielen hier zahllose Faktoren eine Rolle, aber der zentrale ist ohne Zweifel die deutsche Mentalität, die Helmut Schmidt mit seinem denkwürdigen Satz "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" definiert hat. Deutsche Gründer konzentrieren sich meist darauf, Lücken im Markt zu stopfen, anstatt neue Märkte zu schaffen, für absonderliche Produkte, auf die außer ihnen niemand gekommen wäre. Aber mit der bescheidenen Christian-Lindner-Motivation, sich in jungen Jahren einen Porsche leisten zu können, wird man eben keine "Delle in das Universum hauen", wie Apple-Gründer Steve Jobs es formuliert hat.

Die deutsche Wirtschaft hat es versäumt, ihre Bohrmeißel in jene Ader aus überschießender Originalität hinabzutreiben, aus der sich einst der romantische Mythos

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 39/2018.
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