Politiker Salvini in seinem Amtssitz in Rom: "Der will demnächst Regierungschef werden"
©Karl Mancini
Politiker Salvini in seinem Amtssitz in Rom: "Der will demnächst Regierungschef werden"

Italiens Innenminister Salvini

Er ist Merkels härtester Gegenspieler in Europa

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Italiens Innenminister Matteo Salvini ist ein Populist und Brandredner, aber auch ein angstfreier Taktiker. Ist er der Mann, der die Bundeskanzlerin um ihr Amt bringt? Von Walter Mayr

Keine Bühne ist ihm zu klein – dem Mann, auf den gerade ganz Europa schaut. Hauptsache, Kameras sind in der Nähe.

Das Hemd bis zum Brustbein aufgeknöpft, die bullige Gestalt den Fans zugewandt, so zeigt sich Innenminister Matteo Salvini in der Kleinstadt Ivrea, wo er – offiziell – für den Bürgermeisterkandidaten seiner Partei wirbt. Tatsächlich spricht er vor allem über sich selbst. Und über seine Rolle in der Weltpolitik.

Er sei "müde wie ein Maultier", aber kampflustig, ruft Salvini seinen Anhängern auf der Piazza zu: "Vorbei ist die Zeit, da Italien sich hat knechten lassen", aufrechter Gang zahle sich aus. Staatspräsidenten und Regierungschefs anderer Länder riefen ihn jetzt ständig an: "Du musst nur sagen 'Stopp, wir sind Italien, wir haben es satt, behandelt zu werden wie der letzte Dreck', schon sind die anderen gezwungen, dir zuzuhören, schon dreht sich der Wind."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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