Dass die Niedrigzinspolitik Kleinanleger ruiniert, gehört zum Standardrepertoire der Notenbankkritiker. Tatsächlich sind die Renditen auf viele festverzinsliche Wertpapiere mager – gerade in Europa, wo die Zentralbank die Zinswende hinauszögert. Das bereitet Versicherern und Pensionskassen Probleme, die stark in Anleihen investiert sind, weil ihr Regelwerk das so vorschreibt.

Bei aller Kritik wird ein Aspekt der laxen Geldpolitik aber gern unterschlagen: dass sie für einen Aufschwung an den Börsen gesorgt hat. Der Deutsche Aktienindex Dax hat sich seit Juni 2009, als die Leitzinsen in Euroland erstmals auf ein Prozent fielen, fast verdreifacht. Parallel dazu setzte der Boom der Exchange-Traded Funds (ETF) ein – passive Investmentfonds, die vor allem Aktienindizes originalgetreu nachbilden, ohne dass ein Manager seine Finger im Spiel hat; Geldanlage per Autopilot sozusagen. In einem Dax-ETF etwa stecken exakt jene 30 Aktien, die Mitglied im Auswahlindex sind. Ändert sich der Dax, ändert sich

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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