Das Musée Wiertz ist ein verstecktes Juwel im Brüsseler Europaviertel. Die Fassade ist unscheinbar, beim Betreten des Gebäudes knarzen die Holztüren. Auf einmal öffnet sich völlig überraschend der Blick auf einen ausladenden Ausstellungssaal, wie man ihn auch im Pariser Louvre finden könnte.

Die wenigen Besucher streifen an eng gehängten Gemälden von Antoine Wiertz vorbei, großflächige Epen, die der belgische Maler und Bildhauer vor etwa 180 Jahren in dem jungen Staat anfertigte. Eine seiner Heroinnen soll später sogar als ein Vorbild für die Freiheitsstatue in New York gedient haben.

Geht es nach dem Präsidium des Europäischen Parlaments könnte aus dem weitläufigen Garten des vergessenen Museums bald eine exklusive Location für Empfänge mit Cocktails und Shrimps werden. Im Wohnhaus des Künstlers soll ein Café für Besucher der EU-Institutionen entstehen. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, doch nun ist um das kleine Gebäude im Schatten des mächtigen Parlamentsbaus ein zäher Häuserkrieg

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
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