Der Anruf des Bundespolizeichefs erreichte Horst Seehofer auf der Innenministerkonferenz im sachsen-anhaltischen Quedlinburg. Seehofer stellte sein Handy laut. Seine Länderkollegen sollten live hören, was Dieter Romann am Freitag vergangener Woche zu berichten hatte: Kurdische Sicherheitskräfte, erzählte Romann, hätten Ali B., den mutmaßlichen Mörder der 14-jährigen Susanna F., im Irak festgenommen. CSU-Mann Seehofer verkündete das stolz auf der Abschlusspressekonferenz.

Romann plante da schon seinen nächsten Scoop. Tags darauf reiste er in die Kurdenprovinz, um den Verdächtigen persönlich abzuholen, mit einer Handvoll Kämpfer der Spezialeinheit GSG-9, unbewaffnet, in T-Shirts und kurzen Hosen. Außerdem nahm der Polizeichef drei bewaffnete Sky Marshalls mit, die zur Sicherheit der Passagiere in Flugzeugen mitreisen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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