SPIEGEL: Herr Akin, Sie haben Heinz Strunks Roman verfilmt und zeigen darin sehr drastisch, wie der berühmte Serienmörder Fritz Honka vier ältere Frauen zu sich nach Hause abschleppt und auf grausige Weise tötet. Wer soll sich diesen Film ansehen?

Akin: Ich habe keine Ahnung, wer das gucken soll. Meine Eltern jedenfalls nicht. Ich kann sie nicht zur Premiere einladen. Meine Eltern sind religiöse, moralische Menschen. Die würden, fürchte ich, nicht verstehen, warum ich diese Taten zeige.

SPIEGEL: Trotzdem werden auch Ihre Eltern Sie fragen, warum Sie einen Frauenmörder zum Filmhelden machen mussten. Wie lautet Ihre Antwort?

Akin: Mit einem Satz kann ich das nicht beantworten. Ein wesentliches Motiv für mich ist die Frage: Bis zu welchem Punkt ist das Böse wirklich böse, ab welchem Punkt ist es einfach nur krank?

SPIEGEL: Der reale Fritz Honka hat in den Siebzigerjahren in Hamburg vier Frauen ermordet. Er war durch einen Unfall körperlich entstellt, viele Jahre lang alkoholkrank und Stammgast

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