​Als Loris Karius, 24, im Champions-League-Finale zwischen Liverpool und Real Madrid patzte, studierte ein Mann die TV-Bilder sehr genau, die zeigten, was nach dem Abpfiff im Stadion von Kiew passierte. "Die Situation war brutal", sagt Valentin Markser, Psychiater aus Köln, "Loris Karius vergrub sein Gesicht unter dem Trikot, er war völlig allein mit sich. Es dauerte lange Minuten, bis ihn ein Spieler von Real Madrid tröstete. Irgendwann kam sein Mitspieler Mané und nahm ihn in den Arm, nach einer Weile erst kam sein Trainer Jürgen Klopp auf ihn zu."

Das Erlebnis des blonden Torhüters sei möglicherweise "traumatisch", warnt Markser, "und Traumata müssen sehr schnell behandelt werden, um sie verarbeiten zu können".

Valentin Markser war der Arzt von Robert Enke, dessen Name bis heute wie ein Mahnmal wirkt. Der ehemalige Nationaltorhüter hatte 2003 in der Türkei ein schlimmes Erlebnis. Enke war damals vom FC Barcelona zum Erstligisten Fenerbahçe Istanbul gewechselt und musste im ersten Saisonspiel

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