Es war die Szene der Olympischen Spiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang, der Moment, den Felix Loch nie vergessen wird. Fast eine Minute lang kauerte er im Zielbereich des Eiskanals auf seinem Schlitten, den Kopf zwischen den Armen vergraben. Über ihn gebeugt Bundestrainer Norbert Loch, sein Vater, der nicht viel sagte, sondern einfach nur da war. Und spätestens, als Loch den Helm abnahm und den Blick auf sein gerötetes Gesicht und die verquollenen Augen freigab, hatte auch der letzte Zuschauer das Ausmaß dieser sportlichen Tragödie begriffen.

Felix Loch, 29, Deutschlands erfolgreichster Rennrodler neben Georg Hackl, sechsmaliger Weltcup-Gesamtsieger und fünfmaliger Weltmeister im Einsitzer, hatte im vierten und letzten Lauf das fast sicher geglaubte dritte Einzelgold verpasst. Durch einen winzigen Fahrfehler vor der tückischen Kurve neun, als er einen Moment zu spät eingelenkt hatte, mit dem rechten Horn seines Schlittens ans rechte Eis geschrammt und gegen die linke Bande

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