Donald Trump ist live auf Sendung, als er am Mittwochmittag im Oval Office des Weißen Hauses Platz nimmt und sich über ein zweiseitiges Dekret beugt, so angewidert, als läge vor ihm ein verdorbener Burger. Er nimmt einen schwarzen Filzstift in die Hand, blickt auf und sagt: "Das wird viele Leute glücklich machen."

Der Präsident könnte lächeln, aber seine Gesichtszüge erstarren. Er scheint zu wissen, dass es so aussieht, als würde er mit dieser Unterschrift einen Fehler korrigieren. Dass er einknickt in einer Frage, die Amerika seit Wochen aufwühlt wie keine andere: Mehr als 2300 Kinder wurden beim Übertritt der mexikanisch-amerikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt, nachdem der Justizminister im April eine Null-Toleranz-Politik verkündet hatte, das heißt, die Festnahme aller, die die Grenze illegal überquert haben.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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