"Flichtlinge?" Bauer Josef Grinninger stapft verwundert aus seinem kleinen Kartoffelacker hervor. "Ob i Flichtlinge gsehn hob?" Er schaut ratlos zu seiner Frau. "Na, hob i ned." Hier sei nix los, das sehe man doch, seit Jahren schon ned.

Grinninger hat seinen Hof im niederbayerischen Breitenberg. Die Gemeinde ragt wie ein Zipfel nach Oberösterreich hinein. 2015 kamen hier 10.000 Flüchtlinge über die Grenze, innerhalb von zwei Wochen. "Da ging es zu wie auf dem Münchner Stachus", erinnert sich der Bauer.

Und jetzt? Is a himmlische Ruah in der malerischen Gemeinde. Oben am Finsterbach, wo die Österreicher Schilder mit Pfeilen und der Aufschrift "Germany" aufgestellt hatten, damit die Syrer ja in die richtige Richtung flüchten, muss man 20 Minuten am Grenzstein sitzen, bis überhaupt mal ein Auto kommt.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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