Sie hat sich ein pinkes Kostüm ausgesucht, knallpink. Doch die grelle Farbe kann nicht von ihrer Nervosität ablenken. Immer wieder rückt Franziska Giffey mit den Fingerspitzen ihr Redemanuskript zurecht. "Ja, sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete", sagt sie. Sie klingt zaghaft.

Es ist der Donnerstag vor zwei Wochen, Giffey hält die zweite Bundestagsrede ihrer Amtszeit. Hinter ihr auf der Empore tippt die stellvertretende Bundestagspräsidentin Claudia Roth mehrmals mit den Zeigefingern auf ihre Ohren, wohl um der Technik zu bedeuten, dass man die neue Bundesfamilienministerin schlecht hört.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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