Wer zum "Damensalon" möchte, sollte schwindelfrei sein. Nur eine Metallleiter führt ins Obergeschoss des Backsteinhäuschens in einem Kreuzberger Hinterhof, ein Griff bietet Halt beim heiklen Schritt zwischen letzter Sprosse und Eingangstür, man schwingt sich hinein und sieht: eine Menge Kabel und ein paar Frauen.

Es ist Donnerstagabend, offener Treff, willkommen sind alle "Frauensternchen", also diejenigen, die sich, hauptsächlich zumindest, als Frau fühlen. So steht es auf der dazugehörigen Website, sie heißt "Heart of Code" ("Herz aus Code"). Dies hier ist ein Hackerspace, eine Mischung aus Klubhaus und Werkstatt, wo Frauen ungestört über Technologie sprechen können, schrauben, löten, programmieren.

Offenbar ist so ein Ort nötig in der Hackerszene, die sich doch für tolerant und offen hält. Die aber mittlerweile so oft mit Sexismusvorwürfen konfrontiert wird, dass sie sich ihnen stellen muss. Die Frauen, die hier oben im "Baumhaus" sitzen, wie sie es auch nennen, sehen es jedenfalls so.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 54/2018.
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