Frei.Wild-Sänger Burger in Riesa: Heute wieder das große Gedeck
Sven Döring / DER SPIEGEL
Frei.Wild-Sänger Burger in Riesa: Heute wieder das große Gedeck

Auf Tour mit der umstrittenen Band Frei.Wild

Das wird man ja wohl noch singen dürfen

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Mit rechtspopulistischen Texten füllt die Rockband Frei.Wild die großen Hallen Deutschlands. Manche sagen: Sie sind rechtsradikal. Stimmt das? Unser Autor hat die Band begleitet. Von Maik Großekathöfer

Drei Stunden vor dem Konzert liegt Philipp Burger in seiner Garderobe auf dem Sofa, er guckt auf seinem Laptop eine Komödie, während draußen die Polizei anrückt. Sie fährt mit 13 Mannschaftswagen vor, weil sich auf dem Parkplatz vor der Arena in Bremen Demonstranten versammelt haben, die Burgers Musik verabscheuen. Burger ist Sänger, Texter und Komponist der Gruppe Frei.Wild. Ein Songtext lautet folgendermaßen:

Kreuze werden aus Schulen entfernt, aus Respekt

Vor den andersgläubigen Kindern

Das ist das Land der Vollidioten

Die denken, Heimatliebe ist gleich Staatsverrat

Wir sind keine Neonazis und keine Anarchisten

Wir sind einfach gleich wie ihr ... von hier.

Burger streckt die Beine aus, gähnt. Seit vier Tagen tourt die Band durch Deutschland, die Nächte sind kurz. Burger ist 37 Jahre alt und Vater von zwei Töchtern, ein sportlicher Typ in Turnschuhen und engen Hosen. Seine Schläfen sind kahl geschoren, das restliche Haar kämmt er mit reichlich Gel zur Seite. Er ist großflächig tätowiert. Auf

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 21/2018.
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