Gegen Ende März 2018 borgte sich Lili eine Stichsäge und ging hinauf in den Wald, um sich ein Haus zu bauen. "Es ist schwer anzufangen, ohne zu borgen, vielleicht ist es aber das großmütigste Verfahren, weil es unserem Mitmenschen gestattet, sich für unser Unternehmen zu interessieren." Das hat Henry David Thoreau geschrieben, der amerikanische Naturphilosoph, anderthalb Jahrhunderte vor Lili. Aber was sind anderthalb Jahrhunderte im Leben eines Baums?

"Ich musste aus meinem Zimmer raus und hatte keine Lust auf dieses Freiburger WG-Casting", sagt Lili, barfuß in ihrer Hängematte. Die Mieten sind hoch. Aber Kiefern sind höher. "In der Natur habe ich mich schon immer sicherer gefühlt als in Beton." Außer wenn es gewittert, natürlich. Ihre Mutter hatte sie damals in eine Naturgruppe gesteckt, die "Wühlmäuse", da beobachteten sie Fadenmolche und bastelten Insektenhotels.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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