Auf den ersten Blick erinnert fast nichts mehr an jene irren Stunden, als im Hamburger Schanzenviertel alles außer Kontrolle geriet. Die Rußflecken von den brennenden Barrikaden auf der Straße sind verblasst, die herausgerissenen Straßenschilder stehen wieder, und vor der Roten Flora, dem linksautonomen Wahrzeichen des Viertels, haben Arbeiter längst die Pflastersteine ersetzt, die auf die Polizisten niedergeprasselt waren.

Doch wer genauer hinsieht, erkennt die Spuren dieser Nacht der ersten Gipfeltags. Randalierer wüteten hier stundenlang, zerstörten, was ihnen in die Hände fiel. Sie zündeten auch die Filiale der Hamburger Sparkasse an, die verkohlten Geldautomaten sind mit Plakaten überklebt. Das Gebäude soll vielleicht abgerissen werden. Der Drogeriemarkt Budni hat wieder geöffnet. "Guck mal", sagt eine Frau im Vorbeigehen zu ihrer Tochter, "der Laden wurde auch geplündert." Die Szenen der "ungehemmten Brutalität", wie Kanzlerin Angela Merkel die Krawalle nannte, verfolgte ganz Deutschland

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