Konrad von Montferrat sah sich am Ziel seiner heiligen Mission: Der Markgraf aus dem italienischen Piemont, ein Vetter Kaiser Friedrichs Barbarossa wie auch des französischen Königs, sollte in wenigen Tagen König von Jerusalem werden und damit über den bedeutendsten Kreuzfahrerstaat herrschen. Die Barone des Königreichs hatten ihn bereits auserkoren, es fehlte allein noch die Krönung – doch die sollte der Kreuzfahrer nicht mehr erleben.

Am Abend des 28. April 1192 verließ er das Haus des befreundeten Bischofs in Tyros, einer Hafenstadt rund 160 Kilometer nördlich von Jerusalem im heutigen Libanon. An einer Häuserecke, in den Gassen war es bereits dunkel, traten zwei Männer auf ihn zu. Sie sahen aus wie christliche Mönche, einer hielt ihm einen Brief hin. Doch noch bevor Konrad das Schriftstück betrachten konnte, stieß ihm einer der beiden brutal einen Dolch in den Leib – Konrad verblutete.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 5/2018.
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