Das Schlimmste auf seiner Reise nach Kasachstan war für Eske Willerslev das Warten. Er ist ein zupackender Mann, der es gewohnt ist, die Dinge rasch zu erledigen. Außerdem kann er sich Warten nicht leisten: Er muss sich auf dem Gebiet der Archäogenetik behaupten, einem sich rasant entwickelnden Forschungsfeld. Da kann jeder verlorene Tag bedeuten, dass ihm einer der Konkurrenten zuvorkommt.

In Kasachstan aber half das alles nichts. Er musste einsehen: Wenn er mit Archäologen zu tun hat, dann ist Geduld gefragt.

Willerslev war den weiten Weg bis in die kasachische Steppe gekommen, um den Ursprung der Pferdezucht zu ergründen. Und da stand er nun an einem rund 5500 Jahre alten Grab, vor sich das Skelett einer Frau, die vermutlich zum Volk der ersten Pferdehalter gehörte – und die Archäologen wollten ihm den Zugang nicht gewähren.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2018.
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