Auf jedem Wochenmarkt liegen in den Auslagen der Ökobauern Monstrositäten. Als Beispiel seien hier nur die Variationen von Brassica oleracea genannt. Es handelt sich um ein unscheinbares, gelb blühendes Kraut mit fleischigen Blättern, aus dem im Verlauf jahrhundertelanger Zucht ein ganzes Bestiarium von Missgeburten hervorgegangen ist: der Blumenkohl, der mit seinen weißen Beulen aussieht, als wäre er vom Pilz befallen; der Rotkohl, der an einen großen Furunkel erinnert; oder der erbarmungswürdig zerknitterte Grünkohl.

Feilgeboten wird all das als biologisch, organisch, ökologisch. Doch nichts davon ist der Natur entsprossen. Allesamt sind dies Kreaturen von Menschenhand.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
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