SPIEGEL: Herr Schröder, nehmen wir an, Sie wären noch Kanzler. Würden Sie twittern?

Gerhard Schröder: Nein, ganz sicher nicht. Ich tue das ja auch jetzt nicht. Ich habe keinen Account, weder bei Twitter noch bei Facebook. Ich bin jemand, der eher mit den alten Medien als mit den neuen arbeitet. Dem Telefon zum Beispiel.

SPIEGEL: Wir glauben, dass Twitter hervorragend zu Ihnen passen könnte.

Schröder: Das glaube ich nicht. Das ist mir zu hektisch.

SPIEGEL: Sie waren aber bekannt für kurze, einprägsame Sätze. Einer stammt aus dem Jahr 2000: "Hol mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik ich hier und schreibe nicht weiter." Wie war das damals?

Schröder: Das war eine Wahlveranstaltung in Sachsen-Anhalt im Sommer 2000. Da stand ein Haufen Leute um mich herum, und ich musste ohne Ende Autogramme schreiben. Es war warm, und ich hatte einfach Durst, da habe ich diesen Satz gesagt. Weiß ich noch genau. Daraus wurde dann ja sogar ein Lied gemacht.

SPIEGEL: Inwiefern hat die griffige Sprache zu Ihrer Popularität

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 6/2019.
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