Eine liberale, offene Gesellschaft gesucht, in der Religion kaum eine Rolle spielt? Bitte schön, hier ist sie! Oder darf es eine repressive Theokratie sein, in der Eiferer ihre Mitbürger knechten? Voilà, haben wir parat.

Für LeRon Shults, Professor für Religionssoziologie an der norwegischen Agder-Universität, liegt der Unterschied in ein paar Zahlen, die er ins Notebook eingibt; er füttert eine Software damit – und sofort beginnt sein Computer zu rechnen, bis er ein Ergebnis aus den Daten destilliert.

So weiß Shults, dass existenzielle Bedrohungen wie Armut, Krieg oder fehlende Gesundheitsversorgung oft einhergehen mit einer stärkeren Bindung an Religion und Übernatürliches. Wenn der Staat versagt, so scheint es, bleiben oft nur Glaubensgemeinschaften, um Alten und Abgehängten Trost und Hilfe zu spenden. Derlei soziologische Beobachtungen kennt man aus sehr ungleichen Gesellschaften wie in den USA, wo sich Armut und Kirchen in starker Ausprägung finden.

Shults und sein Team haben solche Daten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 2/2019.
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