SPIEGEL: Herr Wienen, was packen Sie ein für die nächste Grill-Meisterschaft?

Wienen: Da kommen schnell zwei Transporter zusammen. Gasgrills, Wassersmoker, Kugelgrill, Zelte. Die Elektrik. 200 Kilo Kohle. Logistisch ist das schon eine Herausforderung, ähnlich einem Umzug.

SPIEGEL: Wie bereiten Sie sich im Team vor?

Wienen: Wir sind gerade in der Findungsphase. Die Frage ist immer: Wie können wir die Jury beim ersten Bissen beeindrucken? Wie bauen wir das Geschmacksprofil? Sie müssen sich vorstellen: Da sind etwa 80 Teams, kein Juror wird aber 80 Steaks essen. Die beißen einmal rein, vielleicht zweimal. Sie müssen also gleich beim ersten Biss einen Boom-Effekt kreieren. Da fängt die Planung schon bei der Kohle an.

SPIEGEL: Kohle kann jetzt nicht so schwer sein.

Wienen: Das denken Sie! Aber woher kommt die Kohle? Ist das Urwaldkohle aus Namibia? Grillen hat auch viel mit Gefühl zu tun, und wie fühlt man sich, wenn man einen Wald verbrennt? Das Thema wird in der Breite nicht ernst genommen. Wir haben ganz spezielle, umweltfreundliche Kohle gefunden, die aus Kokosnussabfällen zusammengepresst wird. Der Lieferant unterstützt auch soziale Projekte in Indien.

SPIEGEL: Grillen Sie sich überhaupt abends nochmal ein Würstchen? So zwischendurch?

Wienen: Sehr gern sogar. Man muss ja auch mal was ausprobieren. Am liebsten grille ich Würstchen rückwärts.

SPIEGEL: Rückwärts?

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2018.
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