Guy Stern wurde am 14. Januar 1922 als Günther Stern in Hildesheim geboren. Der Sohn einer assimilierten jüdischen Familie wanderte 1937 in die USA aus und kam 1944 als Soldat der U. S. Army wieder nach Europa. Nach dem Krieg wurde Stern Professor für Germanistik an mehreren amerikanischen Universitäten, er machte sich vor allem als Experte für Exilliteratur einen Namen. Der 96-Jährige arbeitet noch heute fast täglich in seinem Büro im Holocaust-Museum von Farmington Hills bei Detroit.

SPIEGEL: Herr Professor Stern, Sie haben Deutschland vor 80 Jahren verlassen und sind in die USA emigriert. Wann sind Sie nach dem Krieg erstmals wieder in Ihre Heimat zurückgekehrt?

Stern: Als Fulbright-Stipendiat Anfang der Sechzigerjahre in München, ich war damals Assistant Professor für Germanistik in Ohio.

SPIEGEL: Viele Emigranten und Holocaust-Überlebende sind nie wieder nach Deutschland gereist, weil sie die Erinnerung an das, was geschah, so sehr verfolgt hat ...

Stern: Ich weiß, es gab sogar einige,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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