Mona, eine Frau Anfang zwanzig mit Palästinensertuch und Nasenring, hängt an einem Kletterseil in fünf Meter Höhe. Das Seil ist oben an einer Eiche befestigt. "Die ersten fünf Meter sind die wichtigsten", ruft Mona, "auf dieser Höhe kommen die Polizisten mit dem Tränengas nicht an mich ran."

Mona, die in Wahrheit anders heißt, hat sich eine Taktik einfallen lassen. Sie weiß genau, was sie machen wird, wenn Mitarbeiter des RWE-Konzerns und Polizisten versuchen werden, die Waldbesetzer aus dem Hambacher Forst zu werfen. Wenn die Bulldozer anrückten, werde sie noch höher klettern, sagt Mona. Oben, zwischen den Ästen der Eiche, in rund zwanzig Meter Höhe, hat sie mit anderen Aktivisten eine kleine Hütte in den Baum gezimmert. 16 Quadratmeter, zweistöckig.

Sie sagt, sie werde sich dort einnisten. Sie habe Vorräte gebunkert, Wasser, Müsli und Decken. Wenn dann der Häuserkampf beginne, wenn die Hebebühne komme, mit der ihr Baumhaus zerstört werden solle, werde sie noch höher klettern. Bis in die

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