Es gibt im Hambacher Wald einen Ort, der trotz der Räumaktion bleiben durfte, wie er ist. Es ist die Gedenkstätte für Steffen Meyn, der in der Baumhaussiedlung namens Beechtown zu Tode stürzte. An der Buche, neben der er starb, hängt ein Foto von ihm, auf dem Boden liegen Blumen, es brennen Kerzen.

Dazwischen findet man Briefe und Botschaften auf Schildern. Sie wurden vermutlich von den Aktivisten geschrieben, mit denen sich Meyn in den vergangenen Wochen angefreundet hatte.

"Wir werden weiter kämpfen", steht da. Und "Mit dir in unserem Herzen halten wir durch". In einem Brief ist von den "drei Lügen (mindestens)" der Polizei und der Politik die Rede. Die Gedenkstätte für Steffen Meyn ist für manche auch ein Ort der Abrechnung.

Im Hambacher Forst wurde zuletzt ein Grundsatzstreit ausgetragen: um die Bekämpfung des Klimawandels und die Zukunft der Kohle. Der Energiekonzern RWE, dem das Wäldchen zwischen Aachen und Köln gehört, wollte es für seinen angrenzenden Braunkohletagebau roden. Knapp

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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