Im Laufe des 18. Jahrhunderts verliebte sich der Mensch endgültig in die Katastrophe, er wollte sie immer vor Augen haben und ebenso im Herzen, wollte sich das Unvorstellbare vorstellen und nachfühlen können. Also malten die Künstler Unglücke, dramatisierten diese, so gut sie konnten. Je gewaltiger sie die Elemente toben ließen, je mehr Leid sie auf die Leinwände brachten, desto besser.

Heute haben die Leute die Nase (und das Herz) voll von Katastrophen, sie fühlen sich überschwemmt von schlechten Nachrichten und erschütternden Bildern, doch lassen sich diese Fluten – die der Bedrohung und die ihrer Darstellung – nicht mehr eindämmen.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!