SPIEGEL: Bei der alpinen Ski-WM 1989 wurden Sie in Vail, Colorado, überraschend Abfahrtsweltmeister. Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Tauscher: Meine Kraft, eine gute Kurventechnik und die ideale Linie durch die Rattle-Snake-Alley.

SPIEGEL: Ein Streckenabschnitt – zu Deutsch Klapperschlangen-Allee.

Tauscher: Vor dieser eisigen Kurvenpassage hatte ich 75 Hundertstel Rückstand auf Daniel Mahrer. Dann rauschte ich wie ein Bobpilot durch die Steilwände, konnte das Tempo optimal mitnehmen und lag im Ziel über eine halbe Sekunde vorn. Es passte alles!

SPIEGEL: Und das bei minus 25 Grad.

Tauscher: Mein Servicemann hatte eine verrückte Idee. Wegen der Kälte nahmen meine neuen Ski kaum Wachs an. Er bat mich, die Rennski einzufahren – eigentlich eine Todsünde. Aber erst durch die Nutzung wurde Struktur für das Wachs geschaffen.

SPIEGEL: Wachs hin oder her – Sie konnten nie ein Weltcup-Rennen gewinnen und waren mit 21 Jahren plötzlich Weltmeister.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 7/2019.
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