Mittwochfrüh im Gewerbegebiet im brandenburgischen Hennigsdorf, die Dunkelheit löst sich gerade auf, es ist grau und kalt. In einem der Lagergebäude steht die Tür zum Aufenthaltsraum offen. Ulrich Adamski sitzt an einem langen, abgewetzten Tisch, auf dem ein Becher Kaffee dampft. Er trägt die Arbeitsjacke über dem grauen Kapuzenpulli. Gleich muss er raus zu seinem Einsatzort.

Ulrich Adamski ist einer der Menschen, über die Deutschland derzeit spricht. Er lebt seit vielen Jahren von Hartz IV.

Als es die DDR noch gab, hat er in Thüringen Straßenbauer gelernt. "Ich habe dann vieles gemacht", sagt er, im Forst gearbeitet, in einer Porzellanfabrik. Schließlich nahm er einen Job auf dem Bau an und zog nach Hennigsdorf, nordwestlich von Berlin. 2001 machte sein Betrieb pleite. Seitdem hat Adamski keinen Job mehr gefunden. Heute ist er 56 Jahre alt.

Wie es so weit kommen konnte, kann er nicht erklären. Er wollte arbeiten und lebte von Hartz IV. In den letzten Jahren spielte die Gesundheit nicht mehr

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 48/2018.
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