Man muss sich die Rille einer Schallplatte vorstellen wie einen Wildwasserfluss. Einem kleinen Boot gleich mäandert die Nadel des Tonabnehmers durch den Musik-Canyon, schrammt an seinen Ufern entlang, wird hin- und hergeworfen von den Windungen des Klanggewässers.

Die Flanken der Rille sind ein erstarrtes Abbild des Audiosignals. Per Schneidstichel wird die Klanginformation in Lackfolie geschnitten, schließlich auf Vinyl übertragen. Im Prinzip funktioniert das seit Erfindung der Schallplatte so. Doch manchmal hakelt es. Die Nadel kratzt und springt. Auch die Auslenkungen der Rille könnten größer sein: Dann hätte der Sound mehr Dynamik.

Geht es besser? Günter Loibl glaubt daran. Sein Ziel: "Die perfekte Rille."

Loibl will die Schallplatte neu erfinden. Einen "besseren Frequenzgang, mehr Dynamik" und eine um 30 Prozent längere Laufzeit verspricht der Geschäftsführer der Firma Rebeat aus dem österreichischen Tulln nordwestlich von Wien, zudem eine einfachere und umweltfreundlichere Herstellung.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 18/2018.
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