Zwei Tage lang hören sie aufmerksam zu, der Mann, den die Boulevardpresse "Folterbestie" getauft hat, und die Frau, der er Nase und Kiefer gebrochen haben soll, die er gedemütigt und geprügelt haben soll, bis sie bereit gewesen sei, sein höriges Werkzeug zu werden, sein Folterknecht. 

Zwei Tage, dann hat die psychiatrische Gutachterin im Landgericht Paderborn die klassische Rollenverteilung, wie die Anklageschrift sie nahelegt, auf den Kopf gestellt: der Mann als treibende Kraft und die Frau als sein Opfer und zugleich höriges Werkzeug – so sei es nicht gewesen, sagt Nahlah Saimeh an Tag 50 des Prozesses.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!