Die Arbeit im Sonderkommando Auschwitz gehört zum Schlimmsten, was Menschen je einander angetan haben. Die SS zwang jüdische Häftlinge, anderen Juden dabei zu helfen, vor den Gaskammern ihre Kleidung abzunehmen. Die Mitglieder des Sonderkommandos mussten den Toten dann die Goldzähne herausbrechen und die Haare abrasieren, die zu Garn verarbeitet wurden. Anschließend waren die Leichen in Massengräbern zu beerdigen oder, ab 1942, in Krematorien zu verbrennen.

Nach einigen Monaten wurden die Häftlinge des Sonderkommandos umgebracht und durch Neuankömmlinge ersetzt. Von rund 2200 Menschen überlebten nur gut hundert.

Um das Ungeheuerliche in die Welt zu tragen, schrieben manche Häftlinge auf, was sie erlebten. Und vergruben die Berichte in der Hoffnung, dass diese eines Tages gefunden würden. Jetzt ist es zwei russischen Forschern gelungen, einen solchen Kassiber nahezu vollständig lesbar zu machen, ein ebenso bewegendes wie bedrückendes Dokument.

Es stammt von Marcel Nadjari, einem jüdischen Kaufmann

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FOTOS: DPA

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