Wer in diesen Tagen kein Mitgefühl für Horst Seehofer aufbringt, hat kein Herz. Auch ihm gebührt jene Empathie, zu der er selbst nicht mehr in der Lage ist, jedenfalls nicht, wenn es um flüchtende oder abgeschobene Menschen geht. Es hat etwas zutiefst Tragisches, wie ein Mann, der auf eine stolze Karriere in der Politik zurückblicken kann, gerade zielsicher seine Reputation verspielt. Wie er sich spöttelnd zum Gespött macht. Es ist die Tragik eines Mannes, der sich für unverzichtbar hielt und zugleich eine solche Panik vor der Leere eines Lebens ohne Ämter zu haben scheint, dass er den Absprung zum richtigen Zeitpunkt verpasste.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!