Immobilienobjekt Eurotower im Frankfurt am Main
AFP/OHN MACDOUGALL
Immobilienobjekt Eurotower im Frankfurt am Main

Null Grunderwerbsteuer

Wie millionenschwere Immobilienkäufer durch ein Steuerloch schlüpfen

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Während normale Häuslebauer Grunderwerbsteuer zahlen müssen, profitieren Konzerne von einer Gesetzeslücke - auf Kosten der Allgemeinheit. Das ist nun auch den Finanzministern der Bundesländer aufgefallen. Von Ann-Kathrin Jeske

Der Trick, der Deutschlands Finanzminister zum Verzweifeln bringt, ist so teuer, dass ihn sich nur große Unternehmen leisten können. Ab einem Kaufpreis von 25 Millionen Euro zahlt er sich richtig aus, wie ein Beispiel aus Hessen zeigt: Als der Eurotower in Frankfurt am Main – ein 148 Meter hoher Wolkenkratzer mitten im Finanzzentrum der Stadt – für mehr als 400 Millionen Euro den Eigentümer wechselte, wären dafür eigentlich 29 Millionen Euro Grunderwerbsteuer fällig geworden. Durch eine geschickt genutzte Gesetzeslücke zahlte die Kapitalgesellschaft Triuva aber gar nichts. Dem Land Berlin entging beim jüngsten Eigentümerwechsel des Sony Centers sogar noch eine größere Summe: Von den 66 Millionen Euro Grunderwerbsteuer sah das Land keinen Cent, als der Gebäudekomplex an den kanadischen Pensionsfonds Omers überging.

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