"Hallo Bardo", rufen zwei Angestellte im Hagebau-Baumarkt in Ratzeburg und gestikulieren wild, um den Hund eines Kunden zu sich zu locken. Der Golden Retriever trottet ihnen mit wedelndem Schwanz entgegen. Er kennt die beiden, bei seinem letzten Besuch wollten sie ihm schon ein Lätzchen mit Logo anziehen, dem süßen Hagebau-Hund.

Der dauernd da ist. Weil sein Herrchen dauernd da ist. Hier oder gleich nebenan im Baustoffzentrum. Dort muss Herrchen nicht mal mehr bar zahlen, die Rechnungen für die italienischen Badfliesen, die Naturpflastersteine oder die extrabreiten Eichendielen werden ihm als treuem Kunden zusammen mit der Ware per Sattelschlepper frei Haus geliefert.

Tausende Euro lässt der Hundebesitzer regelmäßig in den örtlichen Baumärkten, Einrichtungsgeschäften und Gartencentern, und ein Ende ist nicht in Sicht. Denn vor vier Jahren, nach mehr als 30 Jahren als Mieter, hat er endlich getan, wovon die meisten Deutschen träumen: Er hat ein Eigenheim gekauft.

Es wurde höchste Zeit. Mit

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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